Ghostbusters: Legacy
Ghostbusters: Legacy ist eine liebevolle Fortsetzung der beiden Klassiker – nostalgisch, unterhaltsam und mit einer neuen Generation von Geisterjägern.

Ich habe mir Ghostbusters: Legacy angesehen und war angenehm überrascht. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich die ersten beiden Filme sehr gut kenne und bis heute mag. Der neue Film ist eine offizielle Fortsetzung dieser Klassiker. Mit der Neuverfilmung von 2016 hat er nichts zu tun.
Eine Fortsetzung mit Gefühl für das Original
Als Fan der alten Filme freue ich mich besonders darüber, dass viele bekannte Gesichter zurückkehren – natürlich gealtert, so wie ich selbst auch. Wer genau dabei ist und welche Rolle sie spielen, verrate ich an dieser Stelle bewusst nicht. Auch auf Einzelheiten zur Handlung gehe ich nicht ein, denn Ghostbusters: Legacy sollte man möglichst unvoreingenommen erleben.
Statt die alten Geisterjäger einfach noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen, erzählt der Film seine Geschichte mit einer neuen Generation. Das funktioniert erstaunlich gut: Die bekannten Elemente sind präsent, wirken aber nicht wie bloße Pflichthuldigungen. Der Film hat eine eigene Atmosphäre und findet trotzdem immer wieder die richtige Verbindung zu den Ursprüngen.

Die neue Generation der Geisterjäger
Für die Hauptrollen wurden junge Schauspielerinnen und Schauspieler ausgewählt. Mckenna Grace kennt man unter anderem aus Young Sheldon und Begabt – Die Gleichung eines Lebens. Auch in diesem Film spielt sie ein besonders kluges und wissbegieriges Mädchen. Finn Wolfhard ist durch Stranger Things und die Neuverfilmung von Stephen Kings Es bekannt.
Beide passen sehr gut in ihre Rollen. Sie tragen den Film, ohne die älteren Figuren nachahmen zu müssen, und geben der Geschichte ihren eigenen Ton. Nebenbei steuert Mckenna Grace sogar einen Song zum Soundtrack bei.

Mckenna Grace · Bildquelle: WallpaperCave

Finn Wolfhard · Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0

Annie Potts · Bildquelle: AlloCiné
Ein kleines Wiedersehen mit Young Sheldon
Ein netter Zufall verbindet Ghostbusters: Legacy mit Young Sheldon: Annie Potts, die in den alten Filmen Janine Melnitz spielt, verkörpert in der Serie Sheldons Großmutter. Damit ist sie bereits die zweite Darstellerin aus Young Sheldon, die in Ghostbusters: Legacy zu sehen ist.
Warum der deutsche Titel besser passt
Meiner Meinung nach passt der deutsche Titel Ghostbusters: Legacy – also „Vermächtnis“ oder „Erbe“ – besser zum Film als der englische Originaltitel Ghostbusters: Afterlife, was so viel wie „Leben nach dem Tod“ bedeutet. Der Grund dafür erschließt sich im Film und sollte hier nicht vorweggenommen werden.
Der Titel beschreibt jedenfalls sehr gut, worum es in diesem neuen Kapitel geht: um Erinnerungen, um eine alte Geschichte und darum, was die nächste Generation daraus macht. Genau diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist die große Stärke des Films.
Mein Fazit
Ghostbusters: Legacy bekommt von mir eine klare Empfehlung für alle, die Science-Fiction mit Humor und ein wenig Grusel mögen. Der Film ist spannend, hat schöne Effekte – besonders in HDR – und überzeugt mit seinen jungen Darstellerinnen und Darstellern.
Wer die ersten beiden Filme kennt, entdeckt außerdem viele kleine Extras und liebevolle Anspielungen. Dabei bleibt Ghostbusters: Legacy mehr als eine reine Nostalgieübung: Er erzählt seine eigene Geschichte und hat sichtlich Freude daran, das Erbe der Reihe weiterzugeben.
Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung konnte man den Film bei Amazon für 4,99 Euro ausleihen oder für 13,99 Euro kaufen: Ghostbusters: Legacy bei Amazon Prime.
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